5 Tage durch Marokko

Im Dezember ging es für mich auf die letzte Reise des Jahres 2018. Nachdem ich ein Wochenende bei Tobias in Hannover verbracht habe, flog ich mit zwei Freunden am Abend des dritten Dezembers von Berlin Schönefeld nach Marrakesch. Die extrem günstigen Flugpreise haben unsere Aufmerksamkeit auf Marokko gelenkt. Nach unserer Ankunft gegen Mitternacht mussten wir zunächst sehr intensiv mit den Taxifahrern verhandeln, damit wir den von der Flughafenmitarbeiterin empfohlenen Preis in die Stadt und nicht den Touristenpreis bekamen (verhältnismäßig war dies jedoch trotzdem die teuerste Taxifahrt auf der Reise).

Im Zentrum angekommen checkten wir dann nur noch in unser Hostel ein und legten uns dann schlafen. Am nächsten Morgen genossen wir unser Frühstück bei einem traumhaften Ausblick über die Stadt auf dem Dach des Hostels. In Marokko ist es recht normal, dass die flachen Dächer noch als Dachterrasse genutzt werden. Im Anschluss liefen wir etwas durch die Gassen und Straßen von Marrakesch. Besonders die orangefarbenen Fassaden in Kombination mit den vielen Palmen und den blauen Himmel haben uns sehr gefallen. Mit dem Zug ging es dann am Mittag in das circa 3 Stunden entfernte Casablanca. Die Landschaft während der Zugfahrt war sehr abwechslungsreich: zwischen Wüste, Wald und Stadt war alles dabei.

Herzlich empfangen in Casablanca

Angekommen in Casablanca merkten wir schnell, dass diese Stadt, welche übrigens mit über 3 Mio. Einwohnern die größte des Landes ist, sich komplett von Marrakesch unterscheidet. In Casablanca waren sichtbar mehr Firmen angesiedelt und der Baustil wirkte eher funktional. Unser AirBnB wiederum war ein sehr großes, traditionelles Haus mit vielen Sofas und Fenstern. Die Besitzer begrüßten uns mit Tee und Keksen und versuchten sich mit uns zu unterhalten – was jedoch nur bedingt aufgrund mangelnder Französischkenntnisse meinerseits gelang. Am Abend liefen wir noch durch die Stadt vorbei am französischen Konsulat und dem Zentrum Casablancas bevor wir dann eine der wenigen Bars der Stadt aufsuchten.

Im Zug durch die Wüste

Den darauffolgenden Mittwoch fuhren wir wieder (mit dem unglaublich günstigen Taxi) zum Bahnhof um unsere 4 stündige Zugfahrt nach Fès anzutreten. Die Anweisung, wie wir dort unser AirBnB finden würden, besagte, dass wir in einen speziellen Stadtteil fahren und dort dann nach Mohammed fragen sollten. Was zunächst nach einem Scherz klang, funktionierte dann aber tatsächlich. Wir fragten also nach einem Mohammed und wir wurden tatsächlich in unsere Wohnung geführt. Im Anschluss gingen wir durch die „Verkaufsgassen“ von Fès. Dabei handelt es sich um ein riesiges Netzwerk an kleinen Gassen voller Verkaufsstände welche gefühlt überall das gleiche verkaufen. Direkt daneben befand sich eine Gerberei wo Leder verarbeitet und im Anschluss Lederprodukte hergestellt wurden. Der Ammoniakgeruch sorgte dafür, dass wir uns dies nur sehr kurz anschauten.

Wieder zurück nach Marrakesch

Den vorletzten Tag der Reise verbachten wir zum großen Teil im Zug. 8 Stunden dauerte die Fahrt von Fès wieder zurück nach Marrakesch. Da wir mit dem Hostel in der ersten Nacht recht zufrieden waren, buchten wir genau dieses auch wieder für die letzte Nacht. Am Abend zog es uns noch auf den großen Marktplatz wo wir dann auch gegessen haben (marokkanische Portionen sind nicht sehr groß!).

Am Freitag konnten wir den sehr schicken und modernen Flughafen Marrakeschs nochmal am Tag betrachten, bevor wir dann den ca. 4 Stunden langen Flug zurück nach Berlin angetreten haben. Von dort bewältigten wir die letzte Meile dann mit dem Fernbus, welcher uns pünktlich 22 Uhr in Dresden absetzte. Im Anschluss ging ich direkt noch auf eine Weihnachtsfeier mit Freunden.

Ich kann jedem empfehlen die günstigen Flugpreise auszunutzen und sich das Land anzuschauen! Selbst ein Wochenendtrip nur nach Marrakesch ist in Anbetracht der Flugpreise eine Überlegung wert. Meine nächste Reise mit Tobias im März habe ich zum Teil schon gebucht. So viel sei schon verraten: die erste Buchung war eine 23 stündige Zugfahrt von Dresden über Wien nach Lviv (Ukraine). Mehr dann dazu dann Ende März. Jetzt beschäftige ich mich zunächst einmal mit den Klausuren für das Studium.

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