Die finale Etappe

07.04.2015 – Vivian Augele 

Mit gemischten Gefühlen standen wir am letzten Tag unserer Reise auf. Einerseits froh bald wieder unsere Freunde und Familien zu sehen, „normales“ deutsches Essen zu essen und frische Klamotten anziehen zu können, waren wir andererseits natürlich auch traurig, dass diese einzigartige und so erlebnisreiche Reise bald zu Ende sein sollte. Doch bevor wir unsere Rückreise antraten, stand noch ein letztes Ereignis auf unserem Terminplan.

Wir besuchten das Museum der SamGUPS. Dort bekamen wir eine kurze Führung, die netterweise von Irina auf Deutsch übersetzt wurde. Das Museum ist in einem kleinen Raum im Hauptgebäude der Uni untergebracht und zeigte überwiegend in Bildern und Fließtext (leider nur auf Russisch) die historische Entwicklung der Universität.

Nach dem abschließenden, obligatorischen Gruppenfoto, wurden wir von unseren Begleitern zum Flughafen gebracht. Wir hatten uns im Vorhinein große Sorgen über unseren Flug von Samara nach Moskau gemacht, da er an den vorangegangen Tagen immer gecancelt wurde. Yannic hatte die Vermutung es läge am Flugzeug, da anscheinend weitere Flüge mit diesem russischen Flugzeugtyp gecancelt wurden. Schlussendlich fand er aber doch statt und wir witzelten kurz vor dem Boarding noch über die, provisorisch mit Panzertape gelösten, Probleme…

Ein kurzer Stopover in Moskau bedeutete für uns auch zeitglich die Ausreise aus Russland, die erstaunlich problemlos verlief. Ruck zuck waren alle durch die Passkontrolle durch und wir befanden uns schon wieder am Gate unseres nächsten Fluges nach Berlin. Dieser war erfreulicherweise so leer, dass jeder von uns seine eigene Reihe hatte und wir uns die zwei Stunden richtig schön ausstrecken konnten.

Wieder auf deutschem Boden, war es zunächst sehr ungewohnt alles wieder in lateinischen Buchstaben und vor allem auch noch auf Deutsch lesen zu können. Der Supermarkt hieß auf einmal wieder ganz normal und nicht etwa „супермаркет“. Bevor wir in den Bus nach Dresden stiegen mussten wir aber dringend noch eine Speise probieren, die ganz speziell für diese Region ist: Die Berliner Currywurst! Schon der Geruch war ausgezeichnet, der Preis leider wieder etwas gewöhnungsbedürftig. 3,50 € nur für die Currywurst ohne Pommes oder Brot… Willkommen zurück in Deutschland!

Der Berlinlinienbus brachte uns im Anschluss komfortabel nach Dresden. Keine Sicherheitskontrolle, angemessene Geschwindigkeit, ein Dahingleiten ohne Schlaglöcher und Schienenstöße und keine lebensgefährlichen Überholmanöver! Auch hier stellten wir schnell fest: wir sind zurück in Deutschland. In Zukunft wird sich wohl keiner von uns mehr über eine etwas wellige Autobahn in Deutschland beschweren.

Vivian Augele

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