Dresden – Baltimore

Um 04:45 Uhr klingelte der Wecker. Kurze Zeit später nahm ich einen IC vom Dresdner Hauptbahnhof nach Leipzig Hbf, um dort in einen anderen IC nach Frankfurt am Main umzusteigen. Letzterer bestand aus Wagons die ehemals als InterRegio mit einer seltsamen Bestuhlung unterwegs waren. Gerade mit dem großen Koffer erwiesen sich die etlichen schwergängigen Türen im Wagon als unpraktisch. Pünktlich am Flughafen angekommen musste der Check-In Agent zunächst einmal einen Condor Mitarbeiter aufgrund meines Visums konsultieren (weshalb es auch Probleme beim Web-Checkin gab). Nach ein paar Minuten war alles geklärt und ich hatte noch rund 5 Stunden Freizeit auf dem Flughafen. Ich fuhr ein wenig mit dem Skytrain und besichtigte die Terminals.

Genauso pünktlich wie die Züge war auch unser Flug, denn gegen 18:40 Uhr rollten wir in der 20 Jahre alten 767-300ER der Omni Air International zur Bahn 25C. Die Crew bestand aus 3 Piloten, 6 amerikanischen Flugbegleitern und 2 deutschen Flugbegleitern von Condor. Durch einen Zufall hatte ich keinen Sitznachbar (und damit die 2er Reihe für mich), da meine eigentliche Sitznachbarin sich in der Reihe geirrt hatte, sich dann jedoch auch nicht mehr umsetzen wollte (womit ich natürlich kein Problem hatte :D). Der Service war top, das Essen OK (für mich ausreichend) und gegen 8€ gab es ein Tablet mit neueren Filmen und Musik (da bei Omni Air keine Displays im Sitz sind). Begrüßt wurden wir vom Flugbegleiter mit der Durchsage: „Welcome onboard flight DE6090 from Frankfurt to Mexico-City“ … etwas Panik brach aus, doch dann setzte der Flugbegleiter seine Durchsage fort: „If you want to hear this, then you are in the wrong plane“. Die Zeit verging wie im Flug und bereits 45min eher als geplant wurden wir mit der Durchsage „Welcome to Hawaii“ in Baltimore-Washington verabschiedet. Bei Temperaturen um die 30°C in der Nacht kam man sich ein wenig wie auf einer hawaiianischen Insel vor.

Die 7 Stunden Wartezeit verbringe ich jedoch im Moment, wie glaube ich typisch für amerikanische Gebäude, im stark klimatisierten Flughafenterminal. Einen Eindruck von den USA konnte ich noch nicht wirklich gewinnen, nur einen kurzen Blick auf die Terminal-Vorfahrt konnte ich erhaschen. Gerade die Fahrzeuge erinnern stark an Filme und Serien und unterscheiden sich wie erwartet signifikant von europäischen Modellen.

In 6 Stunden sitze ich bereits wieder im Flugzeug von Baltimore nach Chicago. Den Boardingpass habe ich mir bereits geholt, nur den Koffer kann ich leider aufgrund mangelnder Mitarbeiter noch nicht abgeben. Ich habe allerdings einen Platz mit Steckdose gefunden. In Kombination mit kostenlosen WLAN lässt es sich hier auch noch ein paar Stunden aushalten.

Ich melde mich dann aus Chicago wieder.
Liebe Grüße, Christian

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