Niemand hat die Absicht eine Mauer zu besuchen ;)

21.03.2015 – Vivian Augele

Für heute stand eigentlich die große Mauer, 70 km entfernt von Peking, auf dem Programm. Doch als wir um kurz nach acht (morgens) am Bahnhof standen und Tickets kaufen wollten, erklärte man uns, dass alle Tickets bis 13:00 ausverkauft seien. 13:00 war für uns leider zu spät, da unser nächster Zug bereits am Abend abfahren würde. Nach längerer Überlegung und einem Umweg über die Busstation (es gibt auch noch die Möglichkeit mit dem Bus zur Mauer zu fahren), entschieden wir uns schweren Herzens dagegen und machten uns stattdessen auf in Richtung Sommerpalast im Nordwesten von Peking.

Ich kann zwar nicht beurteilen wie schön und sehenswert die große Mauer ist, aber der Ausflug in den Sommerpalast war wunderschön und genau die richtige Entscheidung. Bei strahlend blauem Himmel und frühlingshaften 20 °C spazierten wir um den riesigen Kunming See und bestaunten Tempel, Brücken, Boote, die zauberhafte zart grüne und blühende Natur und das Glitzern des Wassers. Die Gärten sind riesig, insgesamt umfassen sie ein Areal von 290 km²!

Um halb fünf ging es zurück in die laute, stickige Metropole. Kurzer Restaurantbesuch, Supermarkt, Rucksäcke holen und ab zum Westbahnhof in den Nachtzug nach Xi´an.

Inzwischen sind wir schon richtige Nachtzugprofis. Jeder Griff sitzt, die sanitären Anlagen werden nur für das Nötigste aufgesucht und der zeitliche Ablauf (22:30 Licht aus; morgens  6:30 Licht an, 7:30 Musik an) ist uns auch schon ins Blut übergegangen. Von der Austattung und Hygiene, war der Zug ein Mittelding zwischen unserem ersten, schrecklichen und dem zweiten, besseren, chinesischen Zug.

Vivian Augele

Tempel im Sommerpalast
See im Sommerpalast
Chinesen, die nie zuvor einen Europäer gesehen haben
Ausblick über See des Sommerpalastes

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