Eine Nacht in Wroclaw

Freitag, 09:00 Uhr: nach einem kurzen Zwischenstopp in der DB Lounge am Dresdner Hauptbahnhof (gratis Eintritt mit BahnComfort Card) stiegen Tobias, Tomasz und ich in unseren Flixbus nach Wroclaw/Breslau. Mit unserer Travel Industry Card endeckten wir die Tickets für lediglich 6€ je Richtung. Grund genug für uns einen Kurztrip in die polnische 638 Tausend-Einwohnerstadt zu machen. Pünktlich fuhren wir los und kamen 3,5 Stunden später, nach einem Zwischenstopp in Görlitz und Bunzlau, in Breslau an. Unser Hotel war ca. 15 Minuten zu Fuß vom Busbahnhof entfernt, aber wir entschieden uns die elektrischen Tretroller von Lime auszuprobieren. Zwar gibt es diese jetzt mittlerweile auch in Dresden, jedoch sind sie in Polen günstiger und mit 27 km/h auch deutlich schneller unterwegs. In Breslau gibt es neben Lime auch reichlich andere Anbieter. Da ist es nicht verwunderlich, dass dieses Angebot rege von den Polen und auch von Touristen genutzt wird.

Unser Hotel, das Joyinn Aparthotel, lag ca. 10 Minuten vom Marktplatz entfernt und war sehr modern eingerichtet. Für 27€ pro Person war es – vor allem im Anbetracht der guten Lage – ein sehr guter Preis. Zu Fuß erkundeten wir im Anschluss erst einmal die Innenstadt. Breslau hat eine wunderschöne historische Altstadt mit gleich mehreren Marktplätzen und vielen Kirchen. Von allen polnischen Städten, die ich bereits gesehen habe (z.B. Warschau oder Danzig), fand ich die Altstadt von Breslau sogar am schönsten.

Die Stadt ist übersäht mit Zwergen, welche in den 1980er Jahren als Protest gegen die kommunistische Regierung erstmalig in Breslau sich etablierten. Für das Abendessen entschieden wir uns wie die einheimischen in einer Milchbar (Bar mleczny) zu essen. Dabei handelt es sich um eine Kantine, wo es günstige, typisch polnische Speisen gibt. Vor allem für das Mittagessen nutzen viele Polen diese Möglichkeit. Dementsprechend gibt es leider gegen Abend hin nur noch ein sehr begrenztes Angebot. Für 2,50€ ergatterte ich eine Bulette mit Spinat, Kartoffeln und Soße.

Nach dem essen nahmen wir uns ein Sharing-Fahrrad von nextbike, dem gleichen Anbieter, den ich auch in Dresden nutze. Die sich in einem sehr guten Zustand befindlichen Fahrräder standen an allen Ecken. Wir fuhren also ein wenig durch die Stadt hin zum Ufer der Oder. Auf den Inseln kann man herrlich den Sonnenuntergang genießen, weshalb sich dort abends auch viele Leute versammeln. Später am Abend ging es dann für günstige 10zl (2,30€) mit Uber zurück zum Hotel.

Nach dem Frühstück liefen wir am Samstag noch ein wenig durch die Stadt und aßen zum Mittag dann leckere Pizzen. In Polen gibt es diese immer relativ günstig und mit einer vielfältigen Auswahl an Belägen. Wieder per Elektro-Tretroller ging es im Anschluss zurück zum Busbahnhof, der direkt neben dem Hauptbahnhof gelegen ist. Circa 3,5 Stunden dauerte dann wieder die Fahrt zurück nach Dresden wo wir gegen 20:30 Uhr ankamen.

Schlussfolgernd kann ich sagen, dass Breslau eine wunderschöne traditionelle und gleichzeitig sehr moderne Stadt ist. Ich würde sie mit Lemberg (Blogbeitrag Lemberg) vergleichen, da beide Städte sich relativ ähnlich sind (mit dem Vorteil, dass Breslau näher ist). Neben Lime, Uber und Bird wurde auch überall die Kreditkartenzahlung akzeptiert (und sogar gewünscht). Die Preise, sowohl für Unterkunft als auch für Verpflegung, sind im Vergleich zu westlichen Ländern sehr günstig. Gerade wenn man an so günstige Flixbus Tickets kommt würde ich einen Städtetrip nach Breslau jedem empfehlen!

Bleibt gespannt: nächste Woche mache ich mit Florian einen 4-Tage Ausflug nach Kiew. Davon werde ich auch hier auf meinem Blog berichten.

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