Weihnachtszeit im Tatra Gebirge

Im Dezember letzten Jahres hieß es für Tobias und für mich Urlaub machen! Geplant war eigentlich wieder die Türkei (wie 2018), doch da wir dieses Jahr recht spät dran waren, mussten wir feststellen, dass die Temperaturen selbst in Side im Dezember nicht mehr ganz so sommerlich sind. Also entschieden wir uns für das komplette Gegenteil von Strand, nämlich das Gebirge.

Montagmorgen der 9. Dezember: frühes Aufstehen ist angesagt! Mit dem Zug ging es für Tobi und für mich zunächst einmal nach Görlitz. Von dort führte uns der nächste Zug weiter nach Breslau, wo wir nach einem kurzen Aufenthalt in den nächsten Zug nach Krakau einstiegen. In Krakau kamen wir gegen 18:00 Uhr an und erkundeten ein wenig die Innenstadt. Zum Abendessen gab es eine lokale Spezialität: Zapiekanka. Dabei handelt es sich um ein günstiges belegtes Brot – ähnlich wie ein Sandwich. Übernachtet haben wir in einer wunderschönen, großen und zentral gelegenen Wohnung, welche wir über das Internet buchten. Am Folgetag fuhren wir mit Elektro-Tretrollern am Ufer der Weichsel entlang, besichtigten die Wawel-Kathedrale und liefen über den Weihnachtsmarkt der zweitgrößten polnischen Stadt. Am Abend aßen wir eine Deep Dish Pizza wie sie eigentlich typisch für Chicago ist.

Am Mittwoch dem 11. Dezember besuchten wir am Vormittag zunächst das sehr empfehlenswerte Schindler Museum und im Anschluss fuhren wir mit einem Minibus von LeoExpress von Krakau nach Poprad. Die knapp 3h lange Fahrt in die 50.000 Einwohner Stadt in den Norden der Slowakei verlief problemlos und wir wurden direkt am Schwimmbad „Poprad Aqua City“ rausgelassen. Dort genossen wir in den zahlreichen Pools den Rest des Abends bevor wir mit einem kleinen Zug höher in die Berge zu unserem Hotel fuhren.

Der erste Tag im Tatra Gebirge begann mit einem üppigen Frühstück des Kurhotels bevor wir dann unsere Wanderung zum Popradské Pleso See begannen. Auf den schneebedeckten Wanderwegen waren wir die Einzigen und liefen ca. 2 Stunden bis zu unserem Ziel: das Hotel/Restaurant am See wo ich bereits vor zwei Jahren übernachtete. Nach einem leckeren Mittagessen ging es zunächst nach Štrbské Pleso bevor wir wieder zurück zu unseren Hotel liefen. In dem gemütlichen Hotel indem wir auch abends aßen waren wir fast die einzigen.

Der nächste Tag begann mit einer Standseilbahnfahrt nach Starý Smokovec, wo wir auf 1.285 Meter Höhe die Notre-Dame Kathedrale als Eisskulptur sahen. Leider hatten wir keine Schlitten dabei, denn für bergab hätte es eine Rodelbahn gegeben. Also ging es wieder mit der Bahn ins Tal. Nach einem leckeren Lángos fuhren wir im Anschluss mit dem Zug über das tschechische Česká Třebová nach Brünn.

In Brünn, der zweitgrößten Stadt Tschechiens, übernachteten wir in dem zentral gelegenen Continental Hotel. Von dort aus erkundeten wir die Stadt und liefen zur Spielberg Festung von wo aus wir einen großartigen Ausblick genossen. Der Weihnachtsmarkt und die Straßen in Brünn waren sehr schön aber auch recht gut besucht. Nach einem Abstecher in einem kleinen Café am Folgetag fuhr dann auch schon wieder unser Zug nach Prag. Von dort aus starteten wir dann unsere letzte Fahrt der Reise: zurück nach Dresden. Das Abendessen im Bordrestaurant war wieder sehr lecker und pünktlich um 19:00 Uhr waren wir zuhause.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass es sich bei der 7-Tage-Reise um einen tollen Winterurlaub handelte! Besonders die Slowakei mit dem Gebirge hat uns sehr gefallen. Man merkt definitiv die Weiterentwicklung Polens, der Slowakei und in Tschechien (leider werden dadurch auch die Preise teurer). Große Lust hätte ich mal wieder auf einen Trip in die Berge mit einem Mietwagen (wie in Georgien) oder mit unserem Zelt (wie in Griechenland und Kanada). Ich bin gespannt was das neue Jahr 2020 zu bieten hat!

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